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Pressemeldung zur 6. PKMS Jahrestagung in Kassel

Etwa 700 Klinikexperten haben sich am 17. November 2015 zum fachlichen Austausch über die PKMS-Weiterentwicklung und die weiteren Möglichkeiten, Pflege im DRG-System abzubilden, auf der 6. PKMS-Jahrestagung in Kassel zusammengefunden.

Die Fachgesellschaft „Profession Pflege“ hat diesen Rahmen genutzt, sich vorzustellen und in einen vertieften fachlichen Diskurs mit den zahlreichen Teilnehmern zu treten. Es fand eine sehr angeregte und breit aufgestellte Fachdiskussion mit 19 ausgewählten Referenten, z. B. vom InEK, Geschäftsführer, Krankenhausdirektoren, Pflegewissenschaftler, MDK-Begutachter und PKMS-Beauftragte, und den Teilnehmern des Kongresses statt. Ziel der Fachgesellschaft „Profession Pflege“ war es, im Rahmen der PKMS-Jahrestagung ihre Konzepte und Ideen zur adäquaten Abbildung der Pflege im G-DRG-System einer breiten Gruppe an Teilnehmern vorzustellen und zu reflektieren.

Weiterentwicklung des PKMS und Antragsverfahren für 2017

Das breit gefächerte Publikum der Jahrestagung bestand aus Mitarbeitern aller Ebenen des pflegerischen Dienstes, Kassenvertretern und MDK-Gutachtern. In den Vorträgen und Diskussionen mit den Fachexperten wurde der Weiterentwicklungsbedarf des PKMS z. B. speziell im Leistungsbereich der Atmung deutlich. In den Gesprächen wurde die Arbeit der Fachgesellschaft, die sich unter anderem im Änderungsantrag zum PKMS 2016 zeigt, breit bestätigt. Zahlreiche Teilnehmer haben mit ihrer Unterschrift (ca. 42 %) deutlich signalisiert, dass sie die von der Fachgesellschaft beantragten Änderungen für 2016 als sinnvoll erachten. Das Unverständnis der Teilnehmer darüber, dass der DPR den Änderungsantrag der Fachgesellschaft für 2016 blockiert hatte, wurde zudem spürbar. Vielfach wurde von den Experten kommuniziert, dass die Weiterentwicklung des PKMS zukünftig forciert werden muss und zwar unabhängig von möglichen weiteren Instrumenten zur Darstellung der pflegerischen Leistungen im G-DRG-System.

Nursing related groups (NRG)

Ein Schwerpunkt der Aktivitäten der Fachgesellschaft „Profession Pflege“ ist die Konzeptentwicklung weiterer Möglichkeiten, Pflege im DRG-System abzubilden. In den verschiedenen Fachvorträgen wurde sehr deutlich, dass für eine künftige, gesellschaftspolitische Veränderung in der Patienten-/Pflegepersonalrelation ein Professionalisierungsprozess in der Pflege zwingend erforderlich ist. Studien belegen eindrücklich, dass die Umsetzung des pflegediagnostischen Prozesses sowie die Realisierung von therapeutischer und aktivierender Pflege zu einem verbesserten Outcome in der Pflege führen können. Ohne dieses Potenzial in Form von Zahlen, Daten oder Fakten belegen zu können, wird es für die Pflegeberufe schwierig sein, adäquate Pflegepersonalstellenrelationen zu verhandeln und durchzusetzen. Vor diesem Hintergrund scheint das Konzept der Integration der Nursing related groups (NRG) in das DRG-System interessant. Mit dem Konzeptansatz könnten drei zentrale Forderungen der Experten bedient werden:

  • Das pflegerische Leistungsgeschehen ist transparent und unterstützt eine differenzierte Vergütung der Pflegeleistungen im G-DRG-System
  • Es wird ein Anreiz gesetzt, den pflegediagnostischen Prozess in der Praxis umzusetzen.
  • Es entsteht eine fundierte Datenlage zur Pflegepersonalbemessung und Outcome-Bewertung.

Am Ende der Veranstaltung sehen die Fachexperten von „Profession Pflege“ ihren verbandlichen Auftrag, den Pflegeberufen eine Stimme zu geben, bestätigt und werden ihre Konzepte weiter verfeinern und entsprechend zur Verfügung stellen.

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