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Weiterentwicklung des OPS 9-20 und PKMS blockiert!

Deutscher Pflegerat setzt sich dafür ein, dass der Änderungsantrag der AGKAMED AG OPS 9-20 bzw. der neu gegründeten Fachgesellschaft PROFESSION PFLEGE zum PKMS 2016 scheitert!

Die Arbeitsgruppe und neu gegründete Fachgesellschaft verfolgte mit dem Änderungsantrag 2016 zwei Ziele:

  1. Moderate Steigerung der Fallzahlen mit einem ZE 1.30* oder ZE 1.31*
  2. Erhöhung des Zusatzentgeltes. Mit den beantragten Leistungsbereichen der Atmung und der Medikation wäre es möglich, in der Kostenkalkulation die PPR-S4 zu platzieren. Diese ist bereits seit 2 Jahren von der Arbeitsgruppe entwickelt worden. Mit der Platzierung der PPR-S4 wäre eine Erhöhung ZE 1.30* und 1.31* möglich.

An dieser Stelle ist zu vermerken, dass an der Entwicklung ca. 70 Experten aus unterschiedlichen Kliniken in Deutschland teilgenommen haben. Ein Teil der Experten ist in der Arbeitsgruppe der AGKAMED-AG OPS 9-20 organisiert und ein anderer Teil in der neuen Fachgesellschaft Profession Pflege. Der Antrag war mit dem Bundesverband für Pflegemanagement konsentiert.

Bei der Gruppe handelt es sich um Medizincontroller, PKMS-Beauftragte, Stationsleitungen und Mitarbeiter der Pflege im Stationsdienst sowie Pflegewissenschaftler und –manager. Darüber hinaus befinden sich in der Gruppe Spezialisten der geriatrischen sowie der neurologischen Frührehabilitation, um auch diese Patientengruppen entsprechend im PKMS zu berücksichtigen. Diese Gruppe mit Experten und erprobten Anwendern bringt seit 2012 ihre Erfahrungen aus der Praxis ein, um den PKMS weiterzuentwickeln.

Der Deutsche Pflegerat hat nun alle Kräfte mobilisiert, um den Änderungsantrag in letzter Minute zu verhindern.

Unverständlich ist für die Arbeitsgruppe, warum der Antrag blockiert wurde, denn:

  • Der DPR hat sich offiziell von der Weiterentwicklung des PKMS und OPS 9-20 zurückgezogen
  • Der DPR war noch nie für die Entwicklung des PKMS Kinder und Jugendliche zuständig, entscheidet jetzt aber darüber, dass mit dem „neuen PKMS für Säuglinge von 0-1“ eine bisher unberücksichtigte Patientengruppe nicht im OPS aufgenommen wird.

Wir kritisieren an dieser Stelle:

  • Das Ignorieren von ca. 70 Klinikexperten, welche sich intensiv mit der Weiterentwicklung des OPS 9-20 und PKMS einsetzen und sich mit den Fachgremien DIMDI, InEK und MDK konstruktiv auseinandersetzen um die gemeinsamen Ziele zu erreichen.
  • Ein nicht nachvollziehbares, unbegründetes Blockieren der Änderungsvorschläge, ohne mit den Expertengruppen in den Dialog zu treten.
  • Hier können Sie den Änderungsantrag in der letzten ausgehandelten Fassung mit den Expertengremien einsehen.

Wir bitten Sie um Ihre Unterstützung für den Antrag 2017

Wenn Sie die Änderungsvorschläge der Arbeitsgruppen und Fachverbände ebenfalls unterstützen möchten, bitten wir Sie, uns eine E-Mail zuzusenden, in der Sie sich für die Änderungsvorschläge stark machen. Sonst besteht die Gefahr, dass auch in den nächsten Jahren keine Weiterentwicklung stattfindet. Geben Sie der Pflege durch steigende Erlösrelevanz eine Stimme im Krankenhaus.

Download PDF Änderungsantrag 2016

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