Stellungnahmen
Indikatoren geleitetes Pflegebudget – ein innovativer Ansatz der Pflegefinanzierung
Die Fachgesellschaft Profession Pflege hat in einer offenen Arbeitsgruppe ein zukunftsweisendes Modell für ein indikatorengeleitetes Pflegebudget entwickelt. Dieses Modell setzt einen deutlichen Gegenakzent zu bisherigen Verfahren, in denen Pflegebudgets oftmals pauschal – gleichsam mit der „Gießkanne“ – verteilt oder gedeckelt wurden. Künftig soll eine gezielte Leistungskoppelung verbunden mit einer klaren Anreizsetzung für Pflegequalität der zentrale Faktor bei Pflegebudgetvereinbarungen sein.
Was dieses Modell besonders macht: Es wurde in mehreren Arbeitsgruppensitzungen gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Berufsverbänden, erfahrenen Pflegecontrollern, Pflegemanagern sowie Pflegewissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern entwickelt. Damit vereint es praxisnahe Perspektiven, wissenschaftliche Fundierung und ein tiefes Verständnis für die realen Herausforderungen im Klinikalltag.
Warum dieses Modell ein wichtiger Schritt für die Pflege ist:
Das indikatorengeleitete Pflegebudget eröffnet einen neuen Weg, Pflegeleistungen fair und transparent abzubilden – orientiert an Qualität, Bedarf und Ergebnissen. Es verfolgt folgende zentrale Zielsetzungen:
- Förderung der Digitalisierungsprozesse und Schaffung einer einheitlichen Datengrundlage, um das reale Leistungsgeschehen valide evaluieren zu können.
- Setzen von Anreizen für eine verbesserte Pflegequalität – Qualität soll sich künftig sichtbar lohnen.
- Etablierung weiterer Kennziffern, die Pflegeleistung und Outcome in den Kliniken messbar und vergleichbar machen.
- Vereinfachung der Verfahren zur Verhandlung eines Pflegebudgets und damit ein spürbarer Abbau von Bürokratie.
- Öffnung von Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der Pflegebudgetverhandlungen, um auf Innovationen und neue Anforderungen flexibel reagieren zu können.
- Nutzung von Routinedaten, um zusätzliche Dokumentationslast zu vermeiden und den Fokus auf die Versorgung zu richten.
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